TSV Röthenbach b. St. Wolfgang

Panorama des Sportgeländes im Winter

Geschichte

CHRONIK VON RÖTHENBACH BEI ST. WOLFGANG UND DES TSV

Röthenbach entwickelte sich aus zwei Zeidlergütern im Nürnberger Reichswald. Mit seinen Beständen an Heidekraut, Himbeer- und Brombeerstauden, Fichten, Linden und Birken stellte der Reichswald ein ideales Arbeitsgebiet der Bienenzüchter dar.

Über die Jahrhunderte hinweg hat auch die geographische Lage an der Salzstraße von Nürnberg nach Bad Reichenhall dem Ort seine Bedeutung verliehen und bewahrt. Der lebhafte Verkehr führte zur Entstehung von bedeutenden Gasthöfen, eines „Kramerladens“ und einer Poststelle. Im Laufe der Jahrhunderte ist der Ort gewachsen und unter der Herrschaft der Nürnberger Patrizier auf Schloss Kugelhammer erstarkt.

Die Dorfkirche ließ Heinrich Meichsner, Schloss- und Lehnsherr auf Schloss Kugelhammer, in den Jahren 1465 bis 1468 erbauen. Glanzpunkte in und um Röthenbach sind daneben das ehemalige Richterhaus, das Schloss Kugelhammer und der BrückkanaI.

König Ludwig startete im Jahr 1836 sein ehrgeiziges Projekt des Ludwig-Donau-Main-Kanals. Durch seine Lage an der künstlichen Wasserstraße profitiert auch Röthenbach. Das erste Schiff aus Nürnberg passierte 1843 Röthenbach.
Im Frühjahr 1886 begann nach mehrjähriger Planung der Bau der 5,3 km lange Nebenbahnlinie von Wendelstein über Röthenbach nach Feucht, die am 1. August 1886 feierlich eingeweiht wurde und eine der kürzesten Bahnstrecken im Königreich Bayern war.

Der abseits des Ortes gelegene kombinierte Haltepunkt für den Güter- und Personentransport bestand aus einem hölzernen Lagerschuppen. Dieses in den 1970er Jahren abgerissene Gebäude befand sich etwa in Höhe der Grünfläche zwischen der Auffahrt zur A 73 und der Firma Mang. Mit dem Sommerfahrplan 1961 endet die Epoche der Eisenbahn. Im Januar 1962 beginnt der Abbau der Gleise, der im Frühjahr 1962 abgeschlossen ist.

In seiner geschichtlichen Entwicklung änderte sich das Dorf in Größe und Aussehen bis zum 2.Weltkrieg nur wenig. Lebten 1875 350 Einwohner in Röthenbach, waren es 1939 erst 550. Im Jahre 1977 zählte man jedoch bereits 2200 Einwohner. Im Mai 2002 sind es laut Statistik 2481. Parallel dazu vermehrte sich nach 1945 auch die Anzahl der Gewerbe- und Handwerksbetriebe (Schraubendreherei, Fenstermacher, Baugewerbe u.v.m). Auch neue Dienstleistungsbetriebe ließen sich nieder: Kreditinstitute, Drogerie, Arztpraxen u.v.m.

Bis 1978 war Röthenbach selbständig. Noch vor der Gemeindegebietsreform wurde mit dem Bau der neuen Grundschule und der Schwarzachhalle begonnen.

DIE TSV-GRÜNDUNG 1927

Die Fußballbegeisterung in den zwanziger Jahren war groß im Frankenland. Der 1. FC Nürnberg und die Spielvereinigung Fürth waren Deutscher Meister beim DFB, die SpVgg Nürnberg-Ost beim ATSK und die DJK Sparta beim DJK-Sportbund. Zum besseren Verständnis für die heutige Generation muss dazu erklärt werden, dass es vor dem 2. Weltkrieg noch keinen gemeinsamen Sportbund, sondern drei selbständige Verbände, den “bürgerlichen” Deutscher Fußball-Bund (DFB), den Arbeitersportverband ATSK und den “kirchlichen” Sportverband der Deutschen Jugendkraft (DJK) gab. Alle drei Verbände spielten ihre eigenen deutschen Fußballmeisterschaften aus.
Im benachbarten Wendelstein gab es bereits drei Vereine mit Fußballmannschaften. Auch im damals noch ziemlich kleinen Reichswalddorf Röthenbach bei St. Wolfgang wurde auf dem Platz am ehemaligen Kanalhafen und dem gemeindeeigenen Platz südlich des Bahnhofs von jung und alt dem runden Leder nachgejagt. Bereits 1925 trug man ohne Verbandszugehörigkeit Privatspiele aus.

1927 wurde dann beim Postwirt Brunner der Turn- und Sportverein Röthenbach bei St. Wolfgang aus der Taufe gehoben. Zum 1. Vorstand wählten die Mitglieder Gemeinderat Friedrich Bretzner, die Kasse verwaltete Hans Sporer. Noch im selben Jahr wurde die erste Röthenbacher Fußballmannschaft aufgestellt und der Verein beim Arbeiter-, Turn- und Sport-Kartell (ATSK) als Mitglied angemeldet.

Auch wenn Röthenbach b. St. Wolfgang 1927 noch ein bescheidenes Dorf war, verlegten im Zuge der Industrialisierung viele Industriearbeiter ihren Wohnsitz an die Schwarzach. Diese bildeten den Kern der Fußballmannschaft. Deshalb erfolgte die Anmeldung beim ATSK. Das bedeute aber auch, dass nur Spiele gegen Vereine des ATSK angetreten werden konnten. Der FV Wendelstein gehörte beispielsweise dem DFB an.

DIE ERSTEN JAHRE

Das gemeindeeigene Grundstück am Bahnhof der Bahnlinie Feucht – Wendelstein wurde in Gemeinschaftsarbeit der damals ca. 30 Mitglieder als Sportplatz ausgebaut. Die Mannschaft selbst nahm einen raschen Aufstieg. Gespielt wurde in schwarzen Hosen und blauschwarz senkrecht gestreiften Hemden (Trikots). Bereits in der Saison 1931/32 schaffte man bei den Aufstiegsspielen in Nürnberg-Zabo den Aufstieg in die nächst höhere Klasse. Nun musste auch gegen Gegner aus Ansbach, Spalt, Cadolzburg und Neumarkt angetreten werden.

Bei der heutigen Motorisierung ist dies kein Problem. In Zeiten, in denen bereits F-Junioren zu Auswärtsspielen über 40 Kilometer gefahren werden müssen, spielen Entfernungen offenbar keine Rolle mehr. In den 30er Jahren gab es aber im ganzen Verein noch keinen PKW. Zu den Spielen in Wendelstein, Feucht, Altenfurt und zu den Nürnberger Vereinen wurde meistens mit dem Fahrrad gefahren, sogar nach Neumarkt ist die Mannschaft samt Anhänger einmal „per pedes“ unterwegs gewesen. Noch schwieriger war es in der Jugendmannschaft, da nicht einmal alle Spieler ein Fahrrad besaßen.

AUF DER LADEFLÄCHE DES LKW UNTERWEGS

Zu den meisten Auswärtsspielen mit größeren Entfernungen wurde jedoch der Lkw des Wendelsteiner Boten benützt. Auf die Ladefläche wurden Bänke gestellt, im Sommer die Plane zurückgeschlagen (im Winter saß man im Finstern) und so ging es oft mit 30 Mann unter Hinterlassung einer kilometerlangen Staubfahne über die Schotterstraßen auf große Fahrt, bei der auch die Fußballerfrauen fast immer dabei waren.

1928/29 konnte auch eine Jugendmannschaft am Rundenspielbetrieb teilnehmen. Diese stellte dann 1932 den Kern der 1. Mannschaft, was nicht immer ganz freiwillig geschah. Im Jahr 1932 hatte die 1. Herrenmannschaft mit großen Aufstellungsschwierigkeiten zu kämpfen. Besonders die Torwartfrage war akut, da kein Reservetorwart zur Verfügung stand. Unser Ehrenmitglied Karl Rösch, der dem Verein seit 1930 angehört, wurde kurzerhand in dem Passantrag um ein Jahr älter gemacht und konnte den erkrankten Stammtorhüter Georg Böhm im Lokalderby gegen den Arbeitersportverein Wendelstein vertreten. Obwohl in den Reihen der Wendelsteiner (die damals auch international zum Einsatz kommenden) Arzenhofer Brüder standen, wurde das von der Rivalität der beiden Vereine geprägte Spiel nur mit 4:5 verloren.

Wie Ehrenmitglied Karl Rösch in der Festschrift zum 60. Vereinsjubiläum berichtet, wurden in den Jahren 1927-1933 insgesamt 23 Spieler in der Mannschaft eingesetzt. “Sicher wird jeder der damaligen Spieler einverstanden sein, wenn man “Rattl” Effenhauser und den Meier’s Hanni als die herausragenden Spieler dieser Epoche bezeichnet”, schrieb Karl Rösch.

DIE ZWANGSAUFLÖSUNG 1933

Mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 wurden alle Mitgliedsvereine des ATSK und somit auch der TSV Röthenbach/St.W. zwangsaufgelöst. “Mitten in der Aufwärtsentwicklung des TSV kam dann der schwarze Tag mit der Nachricht vom Verbot des ATSK 1933 durch die neuen Machthaber des Dritten Reiches, die angeordnete Auflösung des Vereins und die Beschlagnahme des Vereinsvermögens. Der Schock war damals so groß, sodass ein Teil der Spieler die Stiefel an den Nagel hängte, andere wechselten zu Vereinen des DFB und setzten dort ihre sportliche Laufbahn fort”, schrieb Rösch 1987 rückblickend. Er selber ging zurück zu seinem alten Verein ASN in Nürnberg. Das letzte Spiel fand im April 1933 statt.

Nach Beendigung des 2. Weltkrieges war ein neuer Anfang schwer. Ein Teil der früheren Spieler war gefallen, kam krank heim oder war noch lange in Gefangenschaft. Die Röthenbacher Bevölkerung hatte sich völlig verändert. Fast die Hälfte der Einwohner waren jetzt Heimatvertriebene und Evakuierte, die keine Bindung mehr zum zwangsaufgelösten Verein hatten.

NEUANFANG AM 6. MÄRZ 1954

Erst 1954 gelingt es Karl Ebersberger und dem nach Röthenbach versetzten Lehrer Walter Goos, einen Neuanfang zu starten. Am 6. März 1954 wird der Verein als Turn- und Sportverein neu gegründet und Walter Goos einstimmig zum 1. Vorstand gewählt. 2. Vorstand wird Georg Müller, Schriftführer Karl Ebersberger, Kassier Ludwig Zeller und Einkassierer Hans HutzIer. Für die Fußballabteilung sind als Spielleiter Hans Falk und als Spielführer der Bruder des inzwischen verstorbenen 1. Vorstands von 1927-1933, Georg Bretzner, zuständig. Von den Mitgliedern vor 1933 war niemand zur Gründungsversammlung eingeladen worden.

Im 1954 begonnenen Beschlussbuch heißt es zu diesem Abend:
Am 6. März 1954 abends 20 Uhr im Gasthaus Johann Brunner, eröffnet Karl Ebersberger die Gründungsversammlung, mit folgenden Worten: „Wir wollen hier in Röthenbach b.St. W. einen Turn- und Sportverein gründen und hoffen, dass wir die Unterstützung aller Sportfreunde erhalten. In erster Linie ist an eine Fußballabteilung gedacht und anschließend eine Turnabteilung für Frauen, Männer und hauptsächlich für die Jugend. Herr Hans Fuchs berichtete uns seine persönliche Auskunft vom Bayerischen Landessportverband in Nürnberg, wie ein neuer Verein gemeldet werden muss und was wir dann an Beiträgen abzuführen haben. Anschließend wurden Aufnahmescheine verteilt, von denen sofort 30 Stück unterzeichnet abgegeben wurden, somit wurde der Turn- und Sportverein, Röthenbach/b.St.W. gegründet“.

In der ersten Verwaltungsratsitzung am 21.3.1954 wird festgelegt: “Farbe unserer Trikots: grün; Farbe unserer Stutzen: grün und weiß; Farbe unserer Hosen: schwarz”

Als Sportplatz konnte noch für einige Zeit der alte, gemeindeeigene Sportplatz aus der Vorkriegszeit benutzt werden. Dort spielt der TSV von 1954 bis 1958. Nach dem Verkauf des Geländes durch die Gemeinde an die Firma Mang 1958 kann dank des Entgegenkommens der „Von Schlüsselfelder’schen Familienstiftung“ ein Ausweichplatz in unmittelbarer Nähe in Betrieb genommen werden.

Der Gründungsvorsitzende Walter Grass verstirbt am 11.12.1955. Nachfolger wird sein Stellvertreter Max Ziegler. 1957 wird dieser von seinem Stellvertreter Hans Falk abgelöst, dem zu Beginn des Jahres 1958 Werner Folgmann nachfolgt, der bis 1961 Vorsitzender bleibt.

1956 beginnt unter Leitung von Erwin Röder (Männer) und lnge Posseit (Frauen) der Turnbetrieb beim TSV.
Kurzfristig muss 1959 auch der Platz der „Von Schlüsselfelder’schen Familienstiftung“ geräumt werden. In dieser Not verpachtet der Vereinswirt, die Familie Brunner, ihr Grundstück an der Alten Salzstraße im Dezember 1959 dankenswerter Weise an den Verein. Georg Brunner war übrigens von 1957 bis 1958 auch 2. Vorsitzender des TSV. Dank des Entgegenkommens kann der Spielbetrieb aufrechterhalten werden. Allerdings bedurfte es großer Anstrengungen der Verantwortlichen, diesen Platz, der vollkommen neu angesät werden musste, spielbereit zu machen. Da das Grundstück in der engeren Wasserschutzzone liegt, konnten baulich nur Provisorien (eine Baracke mit Umkleidekabinen zunächst an der Nord-West-Ecke) errichtet werden.

ZUM ERSTEN MAL B-KLASSE

Am 6. Januar 1961 wird Karl Rösch, der im Alter von 15 Jahren den Weg zum TSV gefunden hatte und zuvor über viele Jahre technischer Leiter war, zum 1. Vorsitzenden gewählt. In der Spielzeit 1961/62 gelingt der einstweilige Höhepunkt der Vereinsgeschichte. Unter der Leitung von Karl Rösch und Spielführer Armin Mayer wird mit großem Vorsprung die Meisterschaft der C-Klasse und der Aufstieg in die B-Klasse errungen. Unvergesslich bleibt allen Beteiligten in dieser Saison die Reise zur BSG Stahl Wünschendorf in Thüringen sowie die Einweihung des B-Platzes zur der die Thüringer als Gäste in Röthenbach waren.

Zu Beginn war der Turn- und Sport-Verein ein reiner Fußballclub. 1961 wird auf Initiative von Lydia und Franz David sen. die Tischtennis-Abteilung gegründet, die bei ihrer Gründung aus einer Herren-Mannschaft besteht. Gründungsabteilungsleiter ist Franz David sen.

SEIT 1962: TSV 1927 RÖTHENBACH B. ST. WOLFGANG

In der Jahreshauptversammlung am 6.1.1962 wird dann auf Antrag von Karl Rösch der Beschluss gefasst, das Gründungsjahr 1927 in den Vereinsnamen aufzunehmen. Der Verein gilt damit als Rechtsnachfolger des 1933 zwangsaufgelösten Turn- und Sport-Vereines. Karl Rösch ist es auch, der das noch heute verwendete Vereinsabzeichen entwirft.

Zum 1.6.1962 tritt Herr Rösch zurück. Am 29.7.1962 wird sein Stellvertreter Hans Bogner auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung zu seinem Nachfolger gewählt. Der relativ große Finanzbedarf der TT-Abteilung in den ersten Jahren führt zu Differenzen mit einigen Mitgliedern der Fußball-Abteilung. Die Situation eskaliert auf der JHV 1963. Im Protokoll heißt es: “Im Verlauf der Diskussion kam es zwischen einigen Mitgliedern zu einer unschönen Szene, worauf der Abteilungsleiter der Tischtennisabteilung mit seiner Jugend und einigen Mitgliedern den Saal verließ welches mit großem Bedauern hingenommen wurde“.

Angeführt vom Vorsitzenden Rösch, der 1962 TT-Abteilungsleiter ist, beschließen einige Mitglieder am 15. Mai 1964 einen eigenen Tisch-Tennis-Club (TTC) zu gründen. Aushängeschild des TTC ist schon damals die 1. Damen-Mannschaft, die jedes Jahr um eine Spielklasse nach oben klettert und schließlich die süddeutsche Oberliga erreicht. Die im TSV verbliebenen Mannschaften spielen hingegen immer in den unteren Klassen. Der TTC trägt seine Matche in dem ehemaligen Spiellokal des TSV, im Tanzsaal der Gaststätte “Gelber Löwe” der Familien Kübler, aus, während die verbliebenen TSVler in den Tanzsaal im Gasthaus ,,zur Krone” der Familie Haubner ausweichen.
Hans Bogner bleibt Vorsitzender bis 1966 und assistiert danach noch bis 1968 den Vorsitzenden WilIibald Worner (1966-67) und Hans Fuchs (1967-68).

TURNABTEILUNG GEGRÜNDET

Zwar wird im TSV schon seit 1956 auch geturnt, die Turnabteilung wird aber erst 1967 offiziell gegründet. Schatzmeisterin Betty Krumholz, die seit 1966 im Vorstand mitarbeitet, ist der Motor dieser Gründung. Sie engagiert Helma Bartsch als Vorturnerin, die diese Funktion seit 1967 ausübt und für ihre Verdienste 2001 zum Ehrenmitglied ernannt wurde.

1968 wird Walter Hartebrodt für fünf Jahre 2. Vorsitzender, ein Amt, dass er später nochmals unter Werner Roos und Eduard Ulmer zwischen 1989 und 1999 inne hat. Hartebrodt arbeitet zunächst ein Jahr mit Hr. Schrödel und dann vier Jahre mit Ernst Mang als 1. Vorsitzendem zusammen. Mang wird 1969 gewählt und leitet den Verein bis 1975.
Bei der JHV 1969 werden Satzungsänderungen beschlossen und der TSV anschließend als eingetragener Verein (e.V.) ins Vereinsregister eingetragen. Die Vorstandschaft wird nun nur noch alle zwei Jahre gewählt.
Zur Begründung der auf der JHV 1970 beschlossenen Beitragserhöhung heißt es im Protokoll, „diese sei auch dazu, damit der Transport der Fußball-Mannschaft zu den Auswärtsspielen in Zukunft besser funktioniere.“

Seit 1972 leitet Margrit Wicklein die Kinderturnstunden im TSV. Außerdem wird eine Frauen-Fußball-Mannschaft unter Leitung von Josef “Peppi” Joachimsthaler gegründet. Ein Jahr später 1973 folgt die Gründung der Fußball-AH-Mannschaft.

Am 1.3.1973 brennt die Baracke des TSV an der Süd-West-Ecke des heutigen B-Platzes ab. Im September steht an der Süd-Ost-Ecke bereits eine neue. Anlässlich der Einweihung des neuen Vereinsheims am 15.9.1973 treten Röthenbacher Gemeinderat und Feuerwehr zu einem Fußballspiel gegeneinander an. Im Mai 1973 erscheint die erste Ausgabe der Vereinszeitung TSV-Nachrichten. Diese erscheinen alle zwei Monate um “den Kontakt zu den Mitgliedern zu vertiefen” und die Röthenbacher über das sportliche Angebot des TSV zu informieren. Zum 1. Juli 1973 fusionieren die TT-Abteilung des TSV und der TTC Röthenbach (unter seinem Vorsitzenden Paul Kheim) wieder, nachdem der TSV in einer außerordentlichen Mitgliederversammlung am 25.6.1973 grünes Licht gegeben hatte.

Am 21.12.1974 wird die von der Gemeinde Röthenbach erstellte Mehrzweckhalle, die Schwarzachhalle, ihrer Bestimmung übergeben. Dies eröffnet neue Möglichkeiten für die Sportausübung. In der Turnabteilung kann nun das Kinderturnen nach dem Alter in drei Gruppen aufgeteilt werden. Unter Leitung von Ernst Zöls beginnt die Skigymnastik in der Schwarzachhalle.

Am 06. Januar 1975 wird Helmut Seidel, der zuvor seit 1973 zwei Jahre stellvertretender Vorsitzender war, zum 1. Vorsitzenden gewählt. Stellvertreter von Seidel wird Rainer Würsig, der ab 1976 für 19 Jahre die Kasse des Vereins verwaltet. Außerdem beschließt die JHV weitere Satzungsänderungen.
Vom 4. bis 6. Juli 1975 findet zu ersten Mal zur Röthenbacher Kirchweih ein NASI-Turnier. NASI steht für Nibelungensiedlung, Alt-Röthenbach, Schwarzachhöhe und In der Lach. Gut ein Jahrzehnt später schlief diese Tradition um den sogenannten “Holzerpokal” dann wieder ein. Die Fußball-A-Jugend nimmt an einem internationalen Turnier in Berlin teil.

In der JHV 1976 wird der Mitgliedsbeitrag an die BLSV-Richtlinien angepasst. Dem TSV gehören 540 Mitglieder an, 278 Erwachsene, 54 Jugendliche 203 Kinder und 5 Ehrenmitglieder. Ende 1976 wird das seit der Wiedergründung 1954 geführte Protokollbuch geschlossen.

Im Oktober 1976 wird erstmals die höchste Vereinsauszeichnung, die Ehrennadel für besondere Verdienste in Gold, an Betty Krumholz verliehen. Von 1966 bis 1976 war sie Schatzmeisterin des TSV.

Am 12. Januar 1977 wird Lydia David, die dem Vorstand seit 1980 mit Unterbrechung bereits als Schriftführerin angehört hat, zur Abteilungsleiterin Tischtennis gewählt. Frau David übte dieses Amt bis zur Ausgliederung der Tischtennisabteilung 2001 aus. Für ihr langjähriges Engagement wurde sie 2001 zum Ehrenmitglied ernannt. Stellvertretender Vorsitzender wird Achim Drobig, der nach 2 Jahren mit Pressewart Rolf Günther die Funktionen wechselt. Günther bleibt 2. Vorsitzender bis 1989, Drobig wird 1985 von Ludwig Kronmeister abgelöst und ist seit dem 2. Referent für Öffentlichkeitsarbeit.

1978 wird die 1. TT-Damen-Mannschaft zum zweiten Mal Meister der Süddeutschen Oberliga. Dies berechtigte zu den Aufstiegsspielen zur Bundesliga. Zum Aufstieg reichte es jedoch nicht. Auch die Fußball-Damen werden Meister. Mitte des Jahres tritt Kassier Rainer Würsig von seinem Amt zurück, um “ein Zeichen gegen die großzügige Ausgabenpolitik des Verwaltungsrates zu setzen” (Protokoll der JHV 1979). Im Herbst 1978 mietet der TSV für eine Symbolmiete von DM 1,- das ehemalige Röthenbacher Rathaus an und richtet einen offenen Jugendtreff darin ein.
Ende 1978 machen Fusionsgerüchte mit dem FV Wendelstein die Runde, denen der 1. Vorsitzende Helmut Seidel auf der JHV 1979 “ganz eindeutig” widerspricht. Außerdem drohte Ende 1978 die Einstellung der TSV-Nachrichten, da “sich kein Vereinsmitglied mehr bereit fand die Herausgabe zu übernehmen”. Die TSV-N gibt es heute im 33. Jahrgang immer noch.

DURCHBRUCH 1979 – 1987

In der Sportplatzfrage ging es nicht so recht vorwärts, bis am 30.06.1979 mit Hermann Schrödel ein langfristiger Pachtvertrag über das südliche Anschlussgelände geschlossen werden konnte. Am 14. Januar 1979 hatte zuvor Werner Roos die Vereinsführung als 1. Vorsitzender übernommen. Rainer Würsig stand wieder als Kassier zur Verfügung und führte die Budgetplanung für die Finanzverwaltung des Vereins ein. Der Verein hat 563 Mitglieder von denen 305 über 18 Jahre sind.

Am 21. September 1979 spricht sich die außerordentliche Mitgliederversammlung gegen ein zentrales Sportgelände in Wendelstein aus. Der Vorstand wird zum Kauf und zur Belastung von Grundstücken ermächtigt. Auf einen Schlag werden die vier Abteilungen Volleyball, Tennis, Kegeln und Leichtathletik gegründet. Die Gründungsabteilungsleiter sind Albert Forytta (Volleyball), Brenk Pallenschat (Tennis), Werner Semeniuk (Kegeln) und Ernst Zöls (LA).
Bei der JHV 1980 werden umfangreiche Satzungsänderungen beschlossen. Erstmals wird ein 3. Vorsitzender und ein Vereinsjugendleiter gewählt. Beide sind Mitglieder des Vorstandes. 1980 hat der Verein bereits 603 Mitglieder. Außerdem wird einer Beitragserhöhung zugestimmt.

Im Laufe des Jahres 1980 wird von Frau Miederer und von den Eheleuten Georg Mehl ca. 6.000 qm Abrundungsfläche gekauft, sodass bereits mit dem Bau von vier Tennisplätzen begonnen werden kann, die rechtzeitig zur Saison 1981 eingeweiht werden.

1981 steigen die Fußball-Damen in die Bezirksliga Nord auf. Die Fußball-Mädchen werden zum ersten Mal mittelfränkischer Meister und 3. bayerische Meister. 1987, 1988 und 1989 können sie den mittelfränkischen Erfolg wiederholen.

Zur JHV 1982 ist der TSV mit weit über 700 Mitgliedern der 14-stärkste Sportverein im BLSV-Kreis V Roth-Schwabach. Nur 7 Vereine haben ein ähnlich großes sportliches Angebot wie der TSV. Innerhalb von 8 Jahren wurde ein Mitgliederzuwachs von 68 % erreicht. Mit insgesamt sechs vom BLSV ausgebildeten Organisationsleitern verfügt der TSV über die höchste Dichte an Orga-Leiter-Lizenzen (Drobig, Günther, Herr1e, Mühling, Roos und Würsig) in ganz Deutschland. Der TSV habe sich dem “Jugend-, Freizeit- und Breitensport verschrieben”, gibt der 1. Vorsitzende Werner Roos die Richtung vor. Neben der Einführung einer Finanzordnung wird die Gründung einer Ski- und Wander-, sowie einer Schach-Abteilung beschlossen. Die Mitglieder Fritz Böhm, Karl Rösch und Johann Kanzler, die alle noch vor dem 2. Weltkrieg eingetreten waren, ernennt die JHV für 50jährige Mitgliedschaft zu Ehrenmitgliedern.

FUßBALL-DAMEN IN DER BAYERNLIGA

1982 schaffen die Fußball-Damen den Aufstieg in die höchste bayerische Spielklasse, die Bayernliga Nord, in der sie bis 1987 spielen. Die Alten Herren der Fußballabteilung feiern ihr 10jähriges Jubiläum. Die Volleyball-Abteilung organisiert in der Schwarzachhalle das erste Turnier. Seit 1983 finden die Turniere in der Schulturnhalle in Wendelstein statt.

Zu Beginn des Jahres 1983 liegt die Mitgliederzahl bei knapp unter 800. Jeder 3. Röthenbacher ist somit Mitglied im TSV. Die JHV 1983 ernennt Heinz Gossler für 50jährige Mitgliedschaft zum Ehrenmitglied.
Am 19.6.1983 wird der neue A-Platz eingeweiht und seiner Bestimmung übergeben. Die Tennis-Herren steigen von der Kreisklasse 4 in Kreisklasse 3 auf. Die Volleyballabteilung nimmt ab 1983 mit einer Mannschaft am Punktespielbetrieb teil.

5. FEBRUAR 1984: BESCHLUSS ZUM BAU DES VEREINSHEIMES

Die Mitgliederversammlung am 05.02.1984 beschließt mit großer Mehrheit den Bau des Vereinsheimes, den sogenannten 2. Bauabschnitt. Eine Woche vorher konnte die Marktgemeinde Wendelstein von der Familie Brunner das Gelände des B-Platzes ankaufen und langfristig an den TSV verpachten. Jedes Mitglied wird verpflichtet, innerhalb von drei Jahren 45 Arbeitsstunden zu leisten. Mit über 800 Mitgliedern errechnet der Vorstand bei 2348 Röthenbacher Einwohnern einen Organisationsgrad von 34 Prozent. 1985 steigt die Zahl dann sogar auf 39 Prozent. Der TSV ist der zwölftgrößte Verein im BLSV Kreis V. Im Laufe des Jahres 1984 wird ein siebenköpfiger Bauausschuss eingesetzt, der alle erforderlichen Arbeiten zum Neubau koordiniert.

Auf der JHV 1985 wird Ludwig Kronmeister als Referent für Öffentlichkeitsarbeit in den Vorstand gewählt. Er gehört dem Vorstand bis zum März 2009 an. Auf der JHV 2002 wird er für seine Verdienste zum Ehrenmitglied ernannt.
Grundsteinlegung am 2. August 1985

Die Grundsteinlegung zum Vereinsgebäude erfolgt am 02.08.1985; bereits am 23.11.1985 wird Richtfest gefeiert. Das Vereinsgebäude wird auf eigenem Grund und Boden errichtet, der im Mai 1985 von Hermann Schrödel erworben wurde.

Auf der JHV 1986 erfolgt die Gründung der Eisstockabteilung. Die 1. Eisstock-Herren schaffen einen Durchmarsch von der Kreisklasse C in die Bezirksliga A. Die Damen-Mannschaft steigt bis in die Landesliga auf. Die Volleyball-Herren steigen in die Kreisliga Süd-Ost auf.

In zielstrebiger Arbeit wird das Vereinsheim zwischen 1985 und 1986 fertig gestellt, so dass es am 20.06.1987 zum 60. Vereinsjubiläum eingeweiht werden kann.

Die JHV am 6. März 1987 findet bereits im neuen Sportheim statt. Die Versammlung beschließt alle Mitglieder, die mehr als 500 Arbeitsstunden oder eine größere Spende beim Bau des Sportheimes geleistet haben, zu Ehrenmitgliedern zu ernennen und ihnen einen Namensstein in der Ehrenwand zu widmen.
Die Gaststätte “St. Wolfgang Stuben” mit Vereinswirt Helmut Thiele eröffnet im Mai 1987. Die Kegelabteilung nimmt den Spielbetrieb auf. In der Turnabteilung werden erstmals Mutter- und Kind-Turnen sowie Aerobic angeboten.
1988 ist das Jahr der Konsolidierung und der sportlichen Höhepunkte in der Vereinsgeschichte. Am 25.126. Juni 1988 findet die bayerischen Meisterschaften der C-Junioren auf der Anlage des TSV statt. Die Fußball-Herren steigen nach 27 Jahren C-Klasse in die B-K1asse auf, die Fußball-Damen werden mittelfränkischer Bezirksmeister und die Fußball-Mädchen bayerische Meister mit einem 4:3-Sieg über Bayern München. Die 1. Tischtennis-Damen steigen als Meister der Landesliga in die Bayernliga auf, Garagen und Parkplätze werden fertig gestellt.

DIE BAUHERREN TRETEN AB

In den Jahren danach gibt es einschneidende personelle Veränderungen in der Zusammensetzung der Vorstandsmitglieder. Auf der JHV 1989 kandidiert Rolf Günther nach 8 Jahren nicht mehr als 2. Vorsitzender. 1991 stellen sich Werner Roos und Wilhelm Regensburger auch nicht mehr zur Wahl. 1993 scheidet Werner Schmittroth nach 11 Jahren als Schriftführer aus dem Vorstand aus. 1995 folgt dann der vorletzte Abschied der arbeitsintensiven und erfolgreichen „Vorstandsära Roos“ mit dem Rückzug von Schatzmeister Rainer Würsig. Herr Günther (1990), Herr Roos (1992), Herr Regensburger (1992) und Herr Würsig (1995) werden für ihre Verdienste mit der Goldenen Verdienstnadel ausgezeichnet. Herr Roos darüber hinaus 2001 zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Zuvor war nur Betty Krumholz (1976) mit der Goldenen Verdienstnadel ausgezeichnet worden. Als einziges Vorstandsmitglied, das seit 1986 der Vereinsführung angehört, verbleibt Ludwig Kronmeister.

Nachdem die Beiträge 10 Jahre stabil geblieben waren, beschließt die JHV 1989 eine maßvolle Beitragserhöhung und ermächtigt den Vorstand zum Bau einer Sommer-Eisstockbahn mit 7 Bahnen. Der Bau wird 1989 mit über 950 Stunden Eigenleistung in 317 Arbeitseinsätzen abgeschlossen. Außerdem wird ein fünfter Tennisplatz angelegt.
Die 1. Herren-Mannschaft steigt 1988/89 erneut auf. Als bis dahin größter Erfolg in der Vereinsgeschichte wird der Aufstieg ins Neumarkter Oberhaus, die A-Klasse gefeiert. Auch im Tischtennis hält die Siegesserie unvermindert an: Aufstieg in die Oberliga.

Zur JHV am 2. Februar 1990 kann der 1. Vorsitzende Werner Roos eine achtköpfige Delegation der Betriebssportgemeinschaft Stahl Wünschendorf bei Gera begrüßen. Der Verein stagniert bei unter 900 Mitgliedern. Werner Roos ist überzeugt, dass die nun vollendete Anlage “den Ansprüchen noch etlicher Generationen standhalten werde.” Zum Erhalt des Vereinsvermögens und der Sportstätten beschließt die JHV einen jährlichen Arbeitsdienst von 4 Stunden je Aktiver über 18 Jahren. Außerdem wird die Vorstandschaft ermächtigt, eine neue Flutlichtanlage zu beschaffen.

1990 wird mit dem Bau des Tennisunterstandes (später Tennishütte) begonnen. Die offizielle Einweihung der Tennishütte findet 1996 statt. Insgesamt werden ca. 2300 Arbeitsstunden für den Bau der Hütte geleistet. Erstmals findet ein Tennis-Jugendturnier beim TSV statt. Die 1. Tischtennis-Damen-Mannschaft wird Meister der Oberliga Süd und steigt in die Regionalliga Süd auf. Hinzu kommen zahlreiche Titel der Spielerinnen im Einzel, Doppel und Mixed.
Die 1. und 2. Mannschaft der Kegler steigt in die E- bzw. F-Klasse auf. In der Volleyballabteilung löst Norbert Biedermann nach 12 Jahren den Gründungsabteilungsleiter Albert Forytta ab, der von der JHV zum Ehrenabteilungsleiter ernannt wird. In der Saison 1990/1991 können die Volleyball-Herren den größten sportlichen Erfolg in der Vereinsgeschichte, die Meisterschaft in der Kreisliga Südost und den Aufstieg in die Bezirksklasse Süd feiern.

Zu Beginn der JHV 1991 erklärt der 1. Vorsitzende Werner Roos, dass er heute zum 14. Mal eine Mitgliederversammlung des TSV leiten werde und dies gleichzeitig seine letzte Amtshandlung sei. Unter seiner Leitung hat sich die Mitgliederzahl auf 831 nahezu verdoppelt. Mit 11 Abteilungen sei das sportliche Angebot, als auch die Sportanlage wesentlich erweitert und ein ansehnlicher Grundbesitz, auf dem sich das Sportheim, Tennisplätze, Garagen und Parkplätze befinden, erworben worden. Zum Nachfolger von Werner Roos wird Marktgemeinderat Eduard Ulmer gewählt.

BEWAHREN UND VERVOLLSTÄNDIGEN

1991 wird mit über 1100 Stunden der Eisstockstadel errichtet, der Parkplatz fertig gestellt und der B-Platz saniert sowie die Rasenfläche erweitert. Die 1. Eisstock-Mannschaft holt 1991 zum ersten Mal den Landkreispokal nach Röthenbach und die 1. Tischtennis-Damen-Mannschaft sichert sich durch einen 8:4-Erfolg beim Mitfavoriten RV Viktoria Wombach den Aufstieg in die 2. Bundesliga. Dies ist der vierte Aufstieg in Folge. Außerdem war der TSV Ausrichter der bayerischen Meisterschaft der Fußball-Mädchen und es findet zum zweiten Mal die Abnahme des Bundeskegelsportabzeichen auf der TSV-Anlage statt.

Zur JHV 1992 hat der TSV 872 Mitglieder. Die Mitglieder ernennen Werner Roos und Wilhelm Regensburger zu Ehrenmitgliedern und zeichnen sie mit der goldenen Verdienstnadel aus.

1992 gelingt der Tennis-Bambini-Mannschaft der Aufstieg in die Bezirksliga. Am 24.07.1993 wird der Eisstock-Stadel offiziell eingeweiht. Das Dachgeschoss wird als TT-Trainingsstätte provisorisch ausgebaut. Jugendliche errichten eine Skate-Board-Rampe auf dem Sportgelände.

Im Oktober 1992 beginnt der erste Wirbelsäulenkurs. Als Gründungsabteilungsleiter wird von Übungsleiter Bernd Junglas Johannes Gerth gewonnen. Am 16.12.1992 feierte die Turnabteilung ihr 25-jähriges Bestehen mit einem bunten Programm.

1993 schafft die 1. Tennis-Herren-Mannschaft den Aufstieg in die Spielklasse K1. Die 1. Herren-Kegel-Mannschaft wird Meister der Klasse E und steigt in die Klasse D auf. Im September 1993 reaktiviert Uwe Köberlein die Ski- und Wander-Abteilung. Die Fußball-Herren werden Meister der B-Klasse und steigen in die A-Klasse auf.
Auf der JHV 1994 berichtet Georg Brunner über die Wiedergründung des Vereines 1954. Am 10.12.1994 werden ,,15 Jahre Volleyball in Röthenbach” mit einer Fotoausstellung im Rahmen eines Turniers gefeiert.
1994 erreichen die Fußball-Herren den größten Erfolg in der Vereinsgeschichte, die Meisterschaft in der A-Klasse Neumarkt und den Aufstieg in die Bezirksliga. In weit über 50 Pflichtspielen zwischen dem September 1993 bis März 1994 bleibt die Mannschaft ungeschlagen.

AUFSTIEG IN DIE TISCHTENNIS-BUNDESLIGA

Die 1. Tischtennis-Damen-Mannschaft steigt 1995 zum ersten Mal in die 1. Bundesliga auf, muss aber nach einem Jahr wieder absteigen. Auch die Herren-Mannschaft der Kegler schafft einen Aufstieg – in die Klasse C. Die Tennis-Junioren feiern den Aufstieg von der Kreisklasse 2 in K1.

Im April 1995 startet ein dritter Kurs für Wirbelsäulengymnastik. Vom 15.04 bis 23.04.1995 kann erneut das Bundeskegelsportabzeichen auf der Anlage des TSV abgenommen werden. Am 13./14. Mai 1995 findet das 21. „Schwarzachtal-Pokalturnier“ der Tischtennis-Abteilung statt.

Die JHV 1995 ernennt Rainer Würsig zum Ehrenmitglied und verleiht ihm die goldene Verdienstnadel. Mit Uwe Köberlein (Bayernliga) pfeift der höchstklassige Schiedsrichter in Mittelfranken für den TSV.

1996 wird die JSG (Jugendsportgemeinschaft) Wendelstein gegründet. Sie ist der Zusammenschluss aller Wendelsteiner Vereine im Fußball A- und B-Junioren-Bereich. Die Tennis-Damen steigen von der Kreisklasse 3 in die Kreisklasse 2 auf. Die 1. Herren-Mannschaft der Kegler schafft den dritten Aufstieg in Folge. Als Meister der Klasse C steigen sie in die neue Kreisklasse auf. In der Winterrunde 96/97 werden die Tennis-Junioren Landkreismeister. Neben dem B-Platz wird mit dem Bau einer Beach-Volleyball-Anlage begonnen, die zur 70 Jahr-Feier offiziell eingeweiht wird.

1997 feiert der TSV am 27. Juli seinen 70. Geburtstag mit einem Festakt und Vorführungen. Bürgermeister Wolfgang Kelsch schreibt in der Festschrift: “Der TSV 1927 Röthenbach b. St. Wolfgang hat unserer Gemeinde Ehre gemacht.” 13 Vereinsmitglieder haben vor dem Fest in insgesamt 450 Arbeitsstunden das Haus in neuem Glanz erstrahlen lassen. beginnt mit dem Aufstieg in die Landesliga auf Eis für die nächsten Jahre eine Berg- und Talfahrt, Auf- und Abstieg wechseln nahezu im Jahresrhythmus. Die Tennis-Senioren steigen 1997 von der Kreisklasse 3 in die Kreisklasse 2 auf. Die Fußball-Frauen müssen nach 10 Jahren Zugehörigkeit zur Bezirksliga absteigen. Im Oktober wird das fünfjährige Jubiläum der Reha-Abteilung im Sportheim gefeiert. Die Zwillinge Jessika und Svenja Weikert holen bei der Deutschen Jugend-Meisterschaft im Tischtennis-Doppel den ersten deutschen Meistertitel für den TSV.
Am 22.01.1998 verstirbt die Trägerin der goldenen Verdienstnadel Betty Krumholz. Die Fußball-Herren werden 1998 Hallenkreismeister und steigen im selben Jahr in die B-Klasse ab. Der B-Platz muss erneut saniert werden. Die 1. Tischtennis-Damen-Mannschaft steigt wieder in die 1. Bundesliga, die Fußball-Frauen als Meister der A-Klasse-Ost wieder in die Bezirksliga und die D-Junioren in die Kreisliga Neumarkt auf, müssen aber nach einem Jahr wieder absteigen. Die Fußball-Frauen veranstalten am 6.12.1998 ihr 20. Frauen- und am 22.11.1998 ihr 19. Juniorinnen-Hallenturnier.

AUFBRUCH ZU NEUEN UFERN

Die JHV am 5. März 1999 bringt eine fast komplett neue Vorstandschaft. Eduard Ulmer kandidiert nach acht Jahren nicht mehr als 1. Vorsitzender. Er zieht auf der JHV eine positive Bilanz und verweist auf die “sportlich und wirtschaftlich erfolgreichsten Jahre des Vereins” unter seiner Leitung. Zu seinem Nachfolger wird der langjährige Vereinsjugendleiter Jörn Verleger gewählt.

Außerdem beschließt die JHV umfangreiche Satzungsänderungen und ernennt die Mitglieder Georg Brunner, Ernst Beck, Johann Beck, Friedrich Wicklein, Heinz Meister, Dieter Meier und Bernd Bayer, die im Jahr der Neugründung eingetreten sind, zu Ehrenmitgliedern.

Im Laufe des Jahres 1999 verabschiedet der Verwaltungsrat eine neue Ehren- sowie eine Geschäftsordnung. Der TSV geht online. Er war einer der ersten Vereine im Landkreis Roth, der sein sportliches Angebot auch im Internet präsentiert. Über den Hauptverein wird unter www.tsv1927-roethenbach.de informiert, die Fußballabteilung ist unter www.die-gruenschwarzen.de zu finden. Sowohl die A- als auch die B-Junioren der JSG steigen 1999 in die Bezirksliga, die AH-Fußballer als Meister der Kreisklasse in die Kreisliga auf.

Am 16.12.1999 gibt der Wendelsteiner Gemeinderat grünes Licht zur Partnerschaft zwischen der polnischen Gemeinde Zukowo und der Marktgemeinde Wendelstein. Am 12.01.2000 beschließt der Verwaltungsrat des TSV, dass sich der TSV an dem Aufbau einer partnerschaftlichen Beziehung zur Gemeinde Zukowo aktiv beteiligen will. Vom 20. bis 23. Juli 2000 findet in Kooperation mit der JSG die erste deutsch-polnische Jugendbegegnung statt. Vom 10.-14.08.2001 fährt eine Jugendgruppe zum Gegenbesuch nach Zukowo. Zeitgleich haben die gemeinsamen C-Junioren des TSV Wendelstein/TSV Röthenbach/St.W. eine Fußball-Jugend-Mannschaft aus Zukowo zu einem Besuch nach Wendelstein eingeladen.

Die Eisstock-Herren steigen 2000 erneut in die Landesliga auf Eis auf. 2001 erfolgt der erneute Abstieg und 2002 der Wiederaufstieg.

Am 1. Juli 2000 veranstaltete der TSV seinen 1. “Tag des Sports”. Ziel dieser Veranstaltung ist die Darstellung des Vereinsangebotes gegenüber der Röthenbacher Bevölkerung und die Werbung von neuen Mitgliedern. Das sportliche Angebot des TSV soll nicht nur vorgeführt werden, sondern zum Mitmachen einladen. Höhepunkt ist ein „Inliner“-Lauf quer durch die Marktgemeinde Wendelstein. Die Tischtennis-Damen erreichen die Endspiele im ETTU-Pokal, gewinnen zuhause überraschend und verlieren trotz 3:1-Führung in Budapest noch.
Die JHV 2000 beschließt die Erhöhung der Mitgliedsbeiträge. Die JHV findet erstmals ohne die Ehrungen für langjährige Mitglieder statt. Zwei Wochen zuvor werden die Auszeichnungen für langjährige Mitgliedschaft am 02.03.2000 im Rahmen eines Ehrenabend übergeben.

In 2000 nimmt die Vorstandschaft Gespräche mit den anderen Wendelsteiner Vereinen, insbesondere dem TSV Wendelstein, über die Zukunft des Wendelsteiner Sportangebotes auf. Die beiden TSV kooperieren bereits seit einigen Jahren in der JSG Wendelstein (dem Zusammenschluss aller Wendelsteiner Fußball-Vereine im Bereich der A- und B-Junioren) und seit 2000 spielen auch die C- und D-Junioren unter einem gemeinsamen Namen. Die C-Junioren steigen sogleich in die Kreisliga auf.

TTC WIRD AUSGEGLIEDERT

Das Aushängeschild des TSV 1927 Röthenbach/St.W. ist bis zum Ende der Spielzeit 2000/2001 seine Tischtennis-Damen-Bundesliga-Mannschaft. 1997 und 2001 wählen die Sportlerinnen und Sportler des Landkreises Roth die Mannschaft zur “Mannschaft des Jahres”. Im Mai 2001 wird die TT-Abteilung in den TTC „Femont“ Röthenbach ausgegliedert, mit dem der TSV über einen Kooperationsvertrag freundschaftlich verbunden ist.
In der Präambel zum Kooperationsvertrag heißt es: “Beide Vereine streben eine möglichst enge Kooperation an, um die gewachsenen Beziehungen zwischen den Vereinsmitgliedern zu erhalten. Beide Vereine verpflichten sich daher zur gegenseitigen Rücksichtnahme und weitestgehenden Berücksichtigung der anderen und gemeinsamen Interessen.” Beide Vereine gehören zusammen und die Mitglieder genießen weiterhin alle Rechte in beiden Vereinen. Die Verbindung zwischen den beiden Vereinen wird nicht zuletzt über eine gegenseitige Vertretung im erweiterten Vorstand bzw. dem Verwaltungsrat gesichert. Durch den Schritt sollen zusätzliche Finanzquellen für den TT-Bundesligabetrieb erschlossen werden.

Die 2001 erfolgte Sanierung der Schwarzachhalle begleitete der TSV konstruktiv. Der Ausbau des Dachgeschosses im Sportheim wird abgeschlossen, die erforderliche Sanierung der Terrasse in Angriff genommen und mit dem Umbau der Jugendräume begonnen. Am 30. Juni 2001 veranstaltet der TSV seinen zweiten “Tag des Sports”. Die Fußball-C-Junioren in die Bezirksliga und die Tennisdamen in die Kreisliga 1. Die Volleyballabteilung veranstaltet ihr 20.Turnier in der Schulturnhalle Wendelstein und der erste Baby-Basar der Vereinsjugendleitung wird in der Schwarzachhalle abgehalten.

Zur JHV 2002 hat der TSV 1927 Röthenbach/St.W. (nach Bereinigung der Mitgliederdatei) 949 Mitglieder. Die JHV am 8. März 2002 verläuft sehr kurz, weil zuvor an diesem Abend das Rückspiel im Tischtennis-Europapokal zwischen dem TTC Femont und 3B Berlin in Röthenbach stattfindet. Die TT-Damen erreichen die Endspiele, verlieren aber wie schon 1999. Bereits ein Jahr nach dem Abstieg gelingt aber der 1. TT-Damen-Mannschaft der Wiederaufstieg in die 1. TT-Bundesliga.

Die AH-Fußballer werden 2002 zum dritten Mal in Folge Hallenkreismeister. Die Eisstock-Herren steigen erneut in die Landesliga auf Eis auf. Damen aus der Turnabteilung schmücken zu Ostern den neu restaurierten Dorf-Brunnen. Seit dem Frühjahr 2002 kooperieren auch die E-Junioren mit dem TSV Wendelstein und bilden gemeinsame Mannschaften.

Am 15. Juni 2002 veranstalten die Vereinsjugendleitungen des TSV und des TSV Wendelstein ein gemeinsames Sport- und Spielfest auf der Kreissportanlage Wendelstein. Die D-Junioren steigen 2002 als Meister der Kreisklasse in die Kreisliga auf.

Bis hierher stammt der Text von Jörn Verleger, veröffentlicht in der Festschrift zum 75-jährigen Vereinsjubiläum

75 JAHRE TSV

Der Höhepunkt des Jahres 2002 im Vereinsleben ist die 75-Jahrfeier des Vereins vom 12. bis 14 Juli. Schirmherren der Feier sind Landrat Herbert Eckstein und Bürgermeister Wolfgang Kelsch. Vorführungen der Turnabteilung, Schleifchenturnier bei Tennis, Tischtennis-Showkampf und jede Menge Fußball sind die sportlichen Ereignisse des Jubiläums. Gefeiert wird im eigens aufgestellten Festzelt mit den Bands Greyhounds, Saitenspinner und T-Rock. Am Sonntag den 14. Juli findet vormittags ein ökumenischer Gottesdienst im Festzelt statt. Danach kam der offizielle Teil mit den Festansprachen und Grußworten, der vom städtischen Orchester der Wendelsteiner Partnergemeinde Saint Junien musikalisch umrahmt wird.

GEPLANTE FUSION MIT DEM TSV WENDELSTEIN

In der Jahreshauptversammlung am 14.03.2003 scheidet Fritz Steinberger als zweiter Vorsitzender aus. Alle für diese Position vorgeschlagenen Kandidaten lehnen eine Kandidatur ab; der Posten des zweiten Vorsitzenden bleibt somit unbesetzt. Die Mitgliederversammlung beschließt einstimmig, Armin Mayer die höchste Vereinsehrung, die goldene Verdienstnadel zu verleihen und ernennt Brigitte Seidel und Josef Joachimstaller zu Ehrenmitgliedern.
In den Jahren 2001 und 2002 werden intensiver Gespräche und Verhandlungen mit dem TSV Wendelstein geführt, mit dem Ziel, beide Vereine zusammenzuführen. Gründe für diese Überlegungen sind, dass immer weniger Vereinsmitglieder bereit sind, sich in den Funktionärspositionen Vorstand und Verwaltungsrat zu engagieren und auch bei Übungsleitern die Personaldecke außerordentlich dünn ist. Der Fusion wäre in einer Mitgliederversammlung, bei der mindestens drei Viertel der stimmberechtigten Mitglieder hätten anwesend sein müssen, zu beschließen gewesen. Diese Mitgliederversammlung findet statt, war aber wegen zu geringer Teilnehmerzahl nicht beschlussfähig. In diesem Fall ist eine zweite Mitgliederversammlung abzuhalten, die ohne Rücksicht auf die Zahl der erschienenen Mitglieder beschlussfähig ist, bei der nach dem Umwandlungsgesetz eine Dreiviertelmehrheit Zustimmung erforderlich ist. Diese Versammlung findet am 21.03.2003 in der Schwarzachhalle statt. In der namentlichen Abstimmung sprechen sich von den 161 erschienenen Mitglieder 102 (=63,4%) für und 59 gegen die Fusion aus. Die erforderliche Mehrheit ist somit nicht erreicht und die Fusion gescheitert.

EINE FRAU FÜHRT DEN VEREIN

Bereits im Dezember 2002 haben Jörn Verleger und Werner Hermann mitgeteilt, dass sie, unabhängig vom Ausgang der Fusionsentscheidung nicht mehr im Vorstand tätig sein werden. Wohl auch aus Gründen des Misslingens der Fusion tritt der gesamte Vorstand bis auf Ludwig Kronmeister zurück. Nachwahlen wurden somit erforderlich. In einer außerordentlichen Mitgliederversammlung am 05.06.2003 wählen die Mitglieder Yrsa Bettina Baehr als Nachfolgerin von Jörn Verleger zur 1. Vorsitzenden. Zum ersten Mal in der 76-jährigen Vereinsgeschichte steht somit eine Frau an der Spitze des zu dieser Zeit 900 Mitglieder zählenden Vereins. Zweiter Vorsitzender wird Eberhard Konzack und dritter Vorsitzender Karl Sauerbrey. Als Schatzmeister wird Walter Schneider, als Schriftführer Martin Junglas gewählt und als Referent für Öffentlichkeitsarbeit Ludwig Kronmeister bestätigt. Vertreter für den Schatzmeister wird Andre Schneider, für den Schriftführer Pascal Nagat und für den Referenten für Öffentlichkeitsarbeit Uschi Kronmeister. Als Vereinsjugendleiterin tritt Heike Wendelberger an.

Ludwig Kronmeister wird für seine langjährige Tätigkeit im Verein die höchste Vereinsehrung, die Goldene Verdienstnadel verliehen, Karl Petschk und Dieter Deckart werden zu Ehrenmitgliedern ernannt.

Sportlichen Erfolg haben die Fußballer, die 2003 in die Kreisliga aufsteigen und auch der Juniorenbereich erfährt durch die Gründung einer „JFG Wendelsteiner Fußball“ mit den beiden Stammvereinen TSV Röthenbach/St.W. und TSV Wendelstein neue Impulse.

Transparenz wird bei Yrsa Baehr großgeschrieben. Alle Sitzungen des Vorstands und des Verwaltungsrats werden öffentlich abgehalten, alle Vereinsmitglieder haben so die Möglichkeit sich zu informieren und einzubringen. Mit einer Kreativitätsliste wird abgefragt, was im Verein verbessert werden kann, eine Telefonumfrage bei den Röthenbachern stößt bei vielen auf positive Resonanz. Es wird die Kooperation mit anderen Vereinen durch die Einführung einer Zweitmitgliedschaft gesucht. Wer in einem anderen Verein Mitglied ist und zusätzlich bei uns eintritt zahlt einen ermäßigten Beitrag. Dies wird in der ordentlichen Mitgliederversammlung am 02. April 2004 ebenso beschlossen, wie die Gründung der Abteilung traditionelles Bogenschießen und der Abteilung Shaolin. In der Turnabteilung wird die Pop-Kids-Gruppe gebildet. Den Weight-Watchers wird im Vereinsheim ein Raum für ihre Treffen vermietet, die auch von Vereinsmitgliedern eifrig besucht werden, ein Kochkurs für Kinder organisiert und ein Vortrag für Anti-Aging mit einem 5-Gang-Gourmet-Menü abgehalten. Ein Sommerfest mit viel Sport und Vorführungen, einem eigens aufgebauten Zelt und der Band Champane ist ein Riesenerfolg. Eine „Apres-Ski-Party stimmt auf den Winter ein und bei der Weihnachtsfeier des Gesamtvereins singt Mike Steinl. Der Kinderfasching zusammen mit dem Elternbeirat der Grundschule Röthenbach ist fest etabliert.

Die Tennisabteilung feiert ihr 25-jähriges Bestehen. Bei der Abendveranstaltung werden Uschi und Ludwig Kronmeister vom BTV-Kreissportwart mit Urkunde und Ehrennadel ausgezeichnet. Auch die Volleyballer sind 25 Jahre dabei und feiern das ohne Ehrennadel bei einem reichhaltigen und köstlichen Menü.

Ende 2004 erscheint ein Gutscheinbuch, für das Yrsa Baehr 30 Teilnehmer geworben hat, welches Gutscheine im Wert von 300 Euro enthält und das über 800 mal zu Gunsten des TSV verkauft wird.

Als Vereinsjugendleiterin wird am 02. Februar 2005 in der Schwarzachhalle Heike Wendelberger gewählt. Sie und ihr Team organisieren als erstes 2 Snowboard-Ski-Aktionstage nach Scheffau, die toll angenommen werden. In der ordentlichen Mitgliederversammlung am 11. März 2005 wird gesamte Vorstandschaft wiedergewählt. Jörn Verleger wird für 10 Jahre und Ludwig Kronmeister für 20 Jahre Vorstandsarbeit durch den BLSV, Herrn Dober geehrt. Mitglieder der Kegelabteilung renovieren die Kegelbahn und werden dafür mit einer Urkunde ausgezeichnet. Die Kegel-Damen schaffen den Aufstieg in die Bezirksliga Süd und die Herren den Aufstieg in die A-Klasse.
2006 sind folgende Mitglieder 50 Jahre beim Verein und werden damit zu Ehrenmitgliedern: Georg Brunner, Hans Beck, Bernd Bayer, Armin Mayer, Ernst Beck, Helmut Meyer, Gerd Diebel, Reinhard Ponitz und Erwin Liebl. Vom Deutschen Turnverband erhält der Verein dessen Gütesiegel, das durch die Arbeit und die Qualifikation von Frau Goßler-Kuhnen, Herrn Kuhnen und Herrn Junglas im Reha-Bereich verdient wurde. An dem von der Gemeinde veranstaltete Fest zur Partnerschaft mit Zukowo und Saint Junien beteiligt sich der TSV mit einem Festabend im Vereinsheim.

Am 30. März 2007 ist die Vorstandschaft neu zu wählen. Nachdem alle Vorstandsmitglieder wieder antreten, ist die alte auch gleichzeitig die neue Vorstandschaft. Die Fußballabteilung wird vom Bayerischen Fußballverband für ihre vorbildliche Arbeit mit der Silbernen Raute ausgezeichnet. Ernst Zöls hat viel für den Verein geleistet und ist 2007 seit 50 Jahren Mitglied. Hierfür gebührt ihm die Ehrenmitgliedschaft. Die Gemeinde stellt dem Verein für den Kinderspielplatz neue Geräte zur Verfügung und pflanzt 3 von Bürgermeister Kelsch gelieferte schattenspendende Bäume. Sie baut auf dem Vereinsgelände eine Boule-Bahn für jedermann, die am 19. April 2008 offiziell mit einem Spaßturnier eingeweiht wird. Die Abteilung der Bogenschützen erhält immer mehr neue Mitglieder, so dass sie dringend nach Ausweichflächen für die Ausübung ihres Sports sucht. Leider konnte Bürgermeister Wolfgang Kelsch für dieses Problem keine Lösung anbieten.

Die 1. Vorsitzende hat erreicht, dass der TSV am 02. Juni 2007 das Brunnenfest im Altort Wendelstein veranstalten kann. Viele Mitglieder beteiligen sich an der Organisation und der Durchführung; die Veranstaltung ist ein Erfolg. Eine Weihnachtsfeier des Gesamtvereins findet nicht die erwartete Resonanz, die Abteilungen feiern Weihnachten eher im kleinen Kreis.

Anfang 2008 wird eine Computer-Information für Senioren angeboten, die so gut ankommt, dass 6 Wochen später eine zweite Veranstaltung zu diesem Thema stattfindet. Siegbert Tusche wird für 50 Jahre Mitgliedschaft im Verein zum Ehrenmitglied ernannt. Bernd Junglas hat mit großem bürokratischen Aufwand erreicht, dass unser Angebot zur Prävention von den Krankenkassen mit dem Gütesiegel „Sport pro Gesundheit“ anerkannt wird. Das bedeutet, das unsere Präventionskurse im Rahmen der bei den jeweiligen Krankenkassen getroffenen Regelungen bezuschusst werden. Eine nicht unbeträchtliche zusätzliche Einnahme für den Verein.

In der Jahreshauptversammlung am 13. März 2009 erklärt die 1. Vorsitzende dass sie, der Schatzmeister, der Referent für Öffentlichkeitsarbeit und der Schriftführer nach 6 Jahren ehrenamtlicher Arbeit nicht mehr für diese Ämter kandidieren. Ein gewisser Wechsel in der Vorstandschaft bringe Vorteile und eine Weiterentwicklung. Eine neue Mannschaft, gemischt mit erfahrenen und auf ihren Positionen bewährten Personen bringe frische Ideen und neue Kreativität. Der Schatzmeister schlägt vor, die Beiträge angemessen, um 50 ct pro Monat zu erhöhen, um die normalen Teuerungen abzufangen. Die Mitgliederversammlung beschließt eine Erhöhung des Beitrags um 1 Euro pro Monat und Person. Gleichzeitig wird die 2004 geschaffene Möglichkeit dem Verein mit einer ermäßigten Zweitmitgliedschaft beizutreten abgeschafft, da andere Vereine kein entsprechendes Angebot für Mitglieder des TSV Röthenbach/St.W. anbieten.

Bei den Neuwahlen ersetzt Karlheinz Zagel die erste Vorsitzende Yrsa Baehr, Detlev von der Laden wird als Schatzmeister, Bernhard Hölzl als Referent für Öffentlichkeitsarbeit und Franz Freiberger als Schriftführer gewählt. Eberhard Konzack und Karl Sauerbrey bleiben 2. und 3. Vorsitzende.

Im September 2009 scheidet Detlev von der Laden als Schatzmeister aus. Die Position übernimmt in einer außerordentlichen Mitgliederversammlung am 16. September Franz Freiberger, die dadurch freiwerdende Position des Schriftführers übernimmt Pascal Nagat.

Am 16. September 2009 wird die Vereinsjugendleitung neu gewählt. Tamara Bader wird 1., Lisa Luff 2. Vereinsjugendleiterin und Kai Bader 3. Vereinsjugendleiter.

Eine besondere Ehrung erhält Robert Wolfrum, der in der Fußballmannschaft des Vereins 600 Spiele bestritten hat und über 800 Mal als Schiedsrichter fungierte. Der Fußballabteilung wird am 6. Dezember 2009 zum dritten Mal die Silberne Raute, ein Gütesiegel des Bayerischen Fußball Verbandes verliehen.

Das in die Jahre gekommene Erscheinungsbild der TSV-Nachrichten wird neu gestaltet. Beim Bürgerfest der Gemeinde ist der Verein mit einem Stand mit Speisen und Getränken vertreten und bietet Vorführungen in Step-Aerobic, Kinderturnen und Shaolin. Die Bogenschützen übergeben der Wendelsteiner Tafel einen Scheck. Am 4. Oktober wird in der Schwarzachhalle ein großer Gesundheitstag organisiert, bei dem Yoga vorgestellt wird, das dann ab 8. Oktober als Kurs im Rahmen der Turnabteilung das Programm der Turnabteilung bereichert.

VERBESSERN, ERHALTEN, SANIEREN

In 2010 wird als Investitionsmaßnahme in der ordentlichen Mitgliederversammlung dem Vorhaben Photovoltaikanlage auf dem Dach des Vereinsheims zugestimmt. Der Verein muss hierzu zwar Schulden in Höhe von rund 40.000 Euro aufnehmen, jedoch können die Annuitäten durch die Vergütung für die Stromeinspeisung gedeckt werden. Die Photovoltaikanlage geht am 11. Juni 2010 ans Netz.

Auf der Kegelbahn wird auf rund 25 m2 Schwarzschimmel festgestellt, weshalb die Kegelbahn umgehend zu schließen war. Die Sanierung der Bahn einschließlich Außendämmung und Schalldämmung wird mit 75.000 Euro veranschlagt. Der Erhaltung der Kegelbahn wird in einer außerordentlichen Mitgliederversammlung am 6. Oktober 2010 zugestimmt. Alle Möglichkeiten zum Erhalt von Zuschüssen durch Gemeinde, Landkreis und BLSV sollen dabei ausgeschöpft werden. Die Arbeiten werden noch im gleichen Jahr abgeschlossen und die „Neue Kegelbahn“ mit einem Bürgerkegeln eingeweiht.

Die Kegelabteilung teilt sich auf in eine Abteilung „Gut Holz“, die mehr auf Elemente des Hobbykegelns setzt und „TSV Röthenbach“, die reinen Sportkegler. Zusammen mit der Seniorenbeauftragten der Gemeinde und der Diakonie wird am 18.03.2010 das Seniorenkegeln eingeführt, das seither monatlich stattfindet.

Von der Vereinsjugendleitung werden beim Kinderfasching Euro 500 für die Haiti-Hilfe gesammelt und für alle Vereinsmitglieder ein Snowboard- und Skiaktionstag am Brauneck organisiert. Als Sportler des Jahres wird in der Kategorie jugendlicher männlicher Einzelsportler Dominik Rauch von der Shaolin-Abteilung für seinen 1. Platz bei der Kickbox-Europameisterschaft in England geehrt. Helma Bartsch erhält für ihre Leistungen im Turnsport die höchste Auszeichnung unseres Vereins, die Goldene Verdienstnadel.

Bei den Vorstandswahlen in der ordentlichen Mitgliederversammlung am 28. Januar 2011 müssen 2. und 3. Versitzender, Schatzmeister und Schriftführer ersetzt werden. Als 2. Vorsitzender wird Bernhard Hölzl gewählt, der auch seine bisherige Position als Referent für Öffentlichkeitsarbeit kommissarisch weiterbetreut. 3. Vorsitzender wird Björn Fiebig, als Schatzmeister Walter Schneider reaktiviert und als Schriftführerin Uschi Kronmeister gekürt. In der Versammlung wird von Bernhard Hölzl ein Entwurf zur Änderung der Vereinssatzung vorgestellt. Die Versammlung fasst hierüber keinen Beschluss, sondern vertagt das Thema bis zum Erhalt weiterer Informationen. In einer außerordentlichen Versammlung am 21. September 2011 werden mehrere Punkte der Satzungsänderung abgelehnt, so dass die bisherige Satzung weiter gültig ist. In der Jugendversammlung vom 21.09.2011 fanden sich keine Kandidaten für die Jugendleitung, der Verein hat seither keine Vereinsjugendleitung mehr.

In der Turnabteilung werden für ausgewählte Kurse auch Nichtmitglieder zugelassen, wofür dann jeweils eine Kursgebühr fällig wird. Mit dem Siegel „Pluspunkt Gesundheit“ wird der Verein erneut qualifiziert mit der Folge, dass die meisten Krankenkassen den Teilenehmern weiterhin Zuschüsse zur Kursgebühr gewähren. Von der Ehrenamtskommission des Bayerischen Fußballverbandes wird dem TSV Röthenbach/St.W. die goldene Raute, eine hohe Auszeichnung für die Vereinsarbeit, verliehen. Sie wird am 20. Januar 2012 in Anwesenheit von Bürgermeister und Landrat überreicht.

Die Vorsitzenden 2 und 3 sowie die Schriftführerin haben ihre Posten abgegeben, weshalb bei der ordentlichen Mitgliederversammlung am 27. Januar 2012 Nachwahlen erforderlich werden. Als 2. Vorsitzender wird Karl Sauerbrey und als 3. Vorsitzender Matthias Hüller gewählt. Schriftführerin wird Ceciel Verheijden-Siegel und Referent für Öffentlichkeitsarbeit Nils Kern. Werner Reigber und Josef Wittmann werden für ihre Verdienste um den Verein zu Ehrenmitgliedern ernannt. Bernd Junglas erhält posthum die Goldene Verdienstnadel des Vereins verliehen. Eine besondere Ehrung erfährt das Ehepaar Irene und Armin Mayer. Die beiden werden vom BLSV-Sportkreis V für ihr ehrenamtliches Engagement als „Gute Seele des Vereins“ geehrt.

Die Damen-Fußballerinnen gibt es nun seit 40 Jahren, was sie mit einem Freundschaftsturnier gebührend feiern. In der Turnabteilung wird Latin-Dance angeboten.

Im Juni organisiert der Verein das sechste Brunnenfest, das ein genussreiches und unterhaltsames Programm für die ganze Familie bietet. Es wird um eine Ortsführung durch Jörg Ruthrof und eine Lesung der Schreibwerkstatt bereichert. Schirmherren sind Landrat Herbert Eckstein und Bürgermeister Werner Langhans. Das Brunnenfest, das einen kulturellen Anspruch erhebt ist gut für das Image des Vereins. Da der personelle Aufwand zu groß wirde, zieht sich der Verein von der Ausrichtung des Brunnenfestes zurück und beschließt die Organisation eines Sommer-Sportfests auf dem eigenen Sportgelände.

Die Herdanlage des Vereinsheim ist 25 Jahre alt und in einem sehr schlechten Zustand. Die Beschaffungskosten für einen neuen Industrieküchenblock mit etwa 20.000 Euro erfordern gemäß der Vereinssatzung die Zustimmung der Mitgliederversammlung. Die Mitgliederversammlung ermächtigt deshalb den Verwaltungsrat einmalig seine Zustimmung zu dieser Beschaffung zu geben.

Bei einer außerordentlichen Mitgliederversammlung am 9. November 2012 informiert der Schatzmeister über die Finanzsituation. Versuchen im laufenden Jahr, die Einnahmen zu erhöhen, war kein Erfolg beschert, in den letzten Jahren war im laufenden Betrieb jeweils ein Minus von etwa 6000 Euro zu verzeichnen, das aus Reserven, die jetzt aufgebraucht sind, gedeckt wurde. Die Mitgliederversammlung beschließt daraufhin eine Erhöhung der Mitgliedsbeiträge um 1 Euro pro Person pro Monat.

Bei der ordentlichen Mitgliederversammlung am 15. März 2013 sind Neuwahlen erforderlich. Der 1. Vorsitzende Karlheinz Zagel tritt nicht mehr an und es war schwierig ein Vereinsmitglied für diese Position zu finden. Letztlich konnte Horst Hubich für die Kandidatur als 1. Vorsitzender gewonnen und in der Versammlung gewählt werden. 2. Vorsitzender wird Eberhard Konzack und 3. Vorsitzender Karl Sauerbrey. Schatzmeister, Schriftführerin und Referent für Öffentlichkeitsarbeit bleiben Walter Schneider, Ceciel Verheijden-Siegel und Nils Kern.

Zur Sportlerin des Jahres wird in der Gruppe „weibliche Einzelsportlerin“ Franziska Reinhold von der Shaolin-Kung Fu-Abteilung gekürt und bei einem Festakt der Gemeinde geehrt. Walter Hartebrodt, bereits Ehrenmitglied des Vereins, wird für 50 Jahre Vereinstreue geehrt. Für seine Verdienste um unseren Verein wird er 2014 mit der Goldenen Verdienstnadel ausgezeichnet.

Zu ihrem 10-jährigen Bestehen richtet die Bogenabteilung ein Turnier aus, das mit rund 100 Teilnehmern ein großer Erfolg ist. Dieses Turnier wird als Jagdbogenturnier „Rund um Schloss Kugelhammer“ im 2-jährigen Rhythmus wiederholt.

Die Fußballabteilung stellt für ihren Jugendbreich den Antrag auf Aufnahme in die JFG Wendelsteiner Fußball e.V. Die Jugend spielt seither mit den Stammvereinen FV Wendelstein, TSV Wendelstein und TSV Röthenbach in einer JFG.

Die Shaolin-Kung Fu holt sich mit Melissa Pichlick und Barkev Kounahialian bei der Kampfsport-Weltmeisterschaft in Genf in verschiedenen Disziplinen 6 Medaillen (je zweimal Gold und je einmal Silber). Bei der Deutschen Meisterschaft in Worms sind mehrere Mitglieder der Abteilung erfolgreich; Melissa Pichlick wird dort zur Sportlerin des Tages gekürt.

Um etwas für die Vereinsfinanzen zu tun, wird ein Trempelmarkt abgehalten. Margrit Wicklein übernimmt die Organisation. Der finanzielle Erfolg fällt äußerst bescheiden aus, aber es hat den Beteiligten Spaß gemacht und soll unregelmäßig wiederholt werden.

Die Kegelabteilung „Gut-Holz“ des Vereins löst sich Anfang 2014 mangels Spieler auf, die Kegelabteilung „TSV Röthenbach“ ist weiter im Spielbetrieb. Die Volleyballer, die seit Jahren ohne Abteilungsleitung spielten, wählen Fabian Buker zum Abteilungsleiter. Im Rahmen der Turnabteilung wird im Oktober 2014 der Kurs CrossFit gestartet. Da dieser Name von einer amerikanischen Firma geschützt ist müssen wir unseren Kurs umtaufen und nennen ihn „BodyFit“. Damit die Bogenschützen auch im Winter abends trainieren können, erhält der Übungsplatz eine Flutlichtbeleuchtung. Auch der Kleinfeldplatz der Fußballer wird so aufgerüstet.

60 Jahre Mitgliedschaft im Verein, Personen, seit der Neugründung 1954 dabei sind, so viel Treue konnten sich die Verfasser der Ehrenordnung wohl nicht vorstellen, weswegen dafür auch keine Regelung vorgesehen ist. Friedrich Wicklein, Bernd Bayer, Gerd Diebel, Reinhard Ponitz, Hans Beck, Josef Budweiser, Helmut Meier, Armin Mayer und Georg Brunner erfüllen diesen Tatbestand und werden dafür in der ordentlichen Mitgliederversammlung mit Urkunde und Präsent bedacht. Für ihre außerordentlichen Leistungen werden vom Landkreis geehrt: Die Bogenschützen Nadja Heinrich und Roland Speierl sowie von der Shaolin-Kung Fu-Abteilung Simon Reinhold, Marco Barthelmann, Miryam Saidi, Jessica Dehn, Barkev Kounahialian und Melissa Pichlik. Letztere wird in der Mitgliederversammlung vom 20. März 2014 für ihren Weltmeistertitel in Genf und die Deutsche Meisterschaft in Worms mit Urkunde, Vereinsnadel und Präsent geehrt. Als Sportler des Jahres bei der Gemeinde werden Miryam Saidi und Jessica Dehn für ihren Sieg im Formenlaufen bei der Deutschen Kampfsport-Meisterschaft geehrt.

Bei den Neuwahlen in der ordentlichen Mitgliederversammlung am 06.02.2015 tritt der 1. Vorsitzende Horst Hubich nicht mehr an. Für diese Position wird der bisherige 2. Vorsitzende Eberhard Konzack gewählt. Für die Position des 2. Vorsitzenden kann Wolfgang Schepl gewonnen werden. 3. Vorsitzender und Schatzmeister bleiben Karl Sauerbrey und Walter Schneider. Die Funktion Schriftführerin übernimmt wieder Uschi Kronmeister und als Referent für Öffentlichkeitsarbeit wird neu Andreas Morgenstern gewählt.

Der Internetauftritt des Vereins wird überarbeitet und das Vereinswappen in Form und Farbe neu gestaltet, wobei auf die Beibehaltung der traditionellen Vereinsfarben Grün-Schwarz geachtet wird.

Dem TSV Röthenbach sind im Januar 2015 8 neue Mitglieder beigetreten, die als Breitensportkegelclub Phönix Franken kegeln und an Wettkämpfen teilnehmen. Der Rasentraktor des Vereins ist 20 Jahre alt und sehr reparaturanfällig, er wird durch einen bei der Gemeinde frei gewordenen Rasenmäher Hako 3100 ersetzt. Im April hat ein Sturm den Ballfangzaun an der Ostseite des A-Platzes umgeweht, er wird für rund 25.000 Euro neu errichtet. Der Schaden war durch die Versicherung gedeckt. Der langjährige Pachtvertrag für den A-Platz ist 2014 ausgelaufen und wird um weitere zwei Jahre verlängert, mit der Maßgabe, dass wenn er vom Verpächter nicht 3 Monate vor dem jeweiligen Ablauf gekündigt wird, sich das Pachtverhältnis jeweils um weitere zwei Jahre verlängert. Am Fußballplatz werden die in die Jahre gekommenen Ersatzspieler-Kabinen aus Holz und Plastik von den Familien Dörfler und Mayer durch ordentlich gemauerte ersetzt.

Bei der Sportlerehrung des Landkreises werden am 23. Januar 2015 der ersten Mannschaft der Eisstock-Abteilung für ihre Meisterschaft in der Bezirksoberliga und den Bogenschützen Nadja Heinrich und Reinhold Speierl für ihre ausgezeichneten Plätze bei den Deutschen Bowhunter-Meisterschaften Ehrenurkunden und Medaillen überreicht. Zu Sportlern des Jahres der Gemeinde werden am 20. Januar 2015 Tatjana Schaffner von der Shaolin-Kung Fu-Abteilung für 2 erste Plätze bei der Martial-Art-Europameisterschaft und Nadja Heinrich für ihren 2. Platz bei der Deutschen Meisterschaft der Bowhunter gekürt. Der BLSV ehrte Josef Zinnbauer für 10 Jahre Abteilungsleitung Eisstock mit der Verdienstnadel in Bronze, Henriette Herrgottshöfer für 25 Jahre Abteilungsleitung mit der Verdienstnadel in Gold und Ludwig Kronmeister für 30 Jahre Abteilungsleitung Tennis mit der Verdienstnadel in Gold mit Kranz. Helma Bartsch erhält für ihre über 45-jährige Übungsleitertätigkeit in der Turnabteilung die Verdienstnadel in Gold mit Brillanten und Kranz und Margrit Wicklein für 40-Jahre die Verdienstnadel in Gold mit Brillanten.

FUßBALLER SPIELEN UNTER FC WENDELSTEIN 2017

Der Nachwuchs für die Fußballmannschaften wird immer weniger, die Personaldecke dünner. Das gleiche Problem hat der TSV Wendelstein, weshalb man sich entschließt, mit einer Spielgemeinschaft Wendelstein die Saison 2016/17 zu bestreiten. Spielgemeinschaften können gemäß BFV-Vorgaben nicht aufsteigen, nur eingetragene Vereine. Deshalb wird beschlossen, die Fußballabteilungen der Vereine TSV Röthenbach und TSV Wendelstein (Stammvereine) in einem eigenen Verein, dem „FC Wendelstein 2017“ zusammenzufassen. Die Fußballer werden Mitglied im FC Wendelstein 2017, bleiben aber auch Mitglied in ihren Stammvereinen. Für diesen neuen Verein müssen eine Satzung erstellt und das Verhältnis zu den Stammvereinen geregelt werden. Mit den Arbeiten dazu wird 2016 begonnen. Die C-Senioren der Fußballabteilung werden Bayerischer Meister vor den „Bayern“ und werden dafür vom Landkreis geehrt und von der Gemeinde in der Gruppe „Mannschaft, Erwachsene männlich“ als Sportlern des Jahres ausgezeichnet. In der Gruppe Einzel, Jugend, weiblich ist es Miryam Saidi, die diese Auszeichnung erhält.

Für die Bogenschützen wird ein Übungsgelände südlich unseres Sportplatzes gepachtet. Damit kann der schmale Streifen an der Westseite des Kleinfeldplatzes von den Bogenschützen aufgegeben werden. Interessenskonflikte zwischen den trainierenden Bogenschützen und Fußballern sind damit ausgeräumt.

In der Turnabteilung erhält Anja Hinze die Qualifikation „Pluspunkt Gesundheit“. Das ist ein Qualitätssiegel des Deutschen Turnerbundes und der Bundesärztekammer, dass sie den Anforderungen im Gesundheitssport genügt und von den Krankenkassen bezuschusste Präventionskurse abhalten darf. Unser Shaolin-Kung Fu-Trainer Barkev Kounahialian absolviert eine Intensivschulung bei den Mönchen in der YunTai Shan International Culture And Martial Arts School in China.

Auf Betreiben des 1. Vorsitzenden Eberhard Konzack wird im Februar 2016 nach langen Jahren zusammen mit dem Siedlerverein Schwarzachhöhe wieder ein Faschingsball in unserem Vereinsheim organisiert. Er war ein großer Erfolg und soll in den kommenden Jahren fester Bestandteil des Vereinslebens werden.

Die Gründungsversammlung zum „FC Wendelstein 2017“ findet am 25. Januar 2017 statt. Die bürokratischen Hürden, eine Satzung für einen Fußballverein über Notar, beim Registergericht, Finanzamt, BLSV und BFV durchzubringen waren erheblicher als gedacht. Aber Mitte Mai 2017 war es dann doch so weit, der neue „FC Wendelstein 2017“ ist im Vereinsregister eingetragen und der Freistellungsbescheid des Finanzamts liegt vor. Die Fußballmannschaft kann somit in der Saison 2017/18 in ihrer Klasse antreten.

Seit 50 Jahren Mitglied im Verein sind Helma Bartsch, Peter Dietz, Eberhard Konzack und Brigitte Seidel. Soweit sie es noch nicht sind, wie Helma Bartsch und Brigitte Seidel, werden sie zu Ehrenmitgliedern ernannt. Helma Bartsch erhält für 50 Jahre Übungsleitertätigkeit die Goldene Ehrennadel des Bayerischen Landes-Sportverbands überreicht. In der Gruppe Mannschaft Jugend männlich erhalten die U9-Spieler der JFG Wendelstein die Medaillen und Urkunden zum Sportler des Jahres der Gemeinde. Eine besondere Ehrung erhält Walter Sigl, Abteilungsleiter Fußball und 1. Vorsitzender der JFG Wendelstein. Der Bayerische Fußballverband ehrt aus den 28 Fußballkreisen Bayerns jeweils einen ehrenamtlich Tätigen. Walter Sigl belegte unter diesen ehrenamtlich Tätigen den 1. Platz und wurde dafür in Anwesenheit von Weltmeister Philipp Lahm in München ausgezeichnet und mit einem Preis von Euro 2.500 für den Verein belohnt. 90 Jahre TSV 1927 Röthenbach b. St. Wolfgang e.V. werden mit Sommersportfest und Festabend am 01. Juli 2017gefeiert.

DER VEREIN IST SCHULDENFREI

2017 werden die letzten Raten aus den vor 30 Jahren aufgenommenen Darlehen für den Vereinsheimbau an den BLSV und die Sparkasse überwiesen. Die später aufgenommenen Darlehen für die die Kegelbahnsanierung und die Solaranlage werden mit Sondertilgungen ebenfalls abbezahlt. Der Verein ist somit schuldenfrei.

Im Kabinentrakt unseres Vereinsheims waren 3 Türen auszutauschen, weil die Holzzargen morsch waren. Bei deren Ersatz stellt man fest, dass der Fußboden unter den Fliesen und die Wände feucht sind. Aus einem Kleinvorhaben wird ein Projekt mit Entfernung der Bodenfliesen und des Estrichs in den Duschkabinen, Trocknung des Bodens und der Wände im ganzen Kabinentrakt, Neuanlegen der Boden-Schweißbahnen und des Estrichs, Ersatz der Abflüsse und Neuverlegen der Fliesen, das sich auf rund Euro 30.000 beläuft. Zuschüsse beim BLSV, der Gemeinde und dem Landratsamt werden beantragt.